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Kroatien: Kultur- und Bildungspolitik

06.02.2019 - Artikel

Grundlinien der Kulturpolitik

Das Kulturleben in Kroatien ist lebendig und vielfältig. Film- und Musikfestivals und Theateraufführungen prägen das Leben überall im Lande. Kroatische Städte verfügen über ausgezeichnete Museen. Dabei gilt das Interesse auch zeitgenössischer Kultur. Es gibt eine eigenständige Pop- und Jazzszene. Das Kulturleben wird von staatlicher Seite unterstützt und gefördert. Daneben wird aber auch das kulturelle Erbe gepflegt: Kroatien vereinigt auf kleinem Raum eine Vielzahl von höchst unterschiedlichen traditionellen Kulturräumen.

Diesem kulturellen Reichtum entspricht eine Vielzahl von häufig lokalen Initiativen, die sich dem Erhalt und der Pflege der kulturellen Traditionen verschrieben haben. Das kroatische Kulturministerium unternimmt zahlreiche Anstrengungen, um die nationalen materiellen und immateriellen Kulturgüter im Rahmen des UNESCO-Welterbes zu schützen.

Bildungssystem

Die Schulpflicht beträgt acht Jahre. Danach kann der Schulbesuch (Jahrgangsstufen 9 bis 12) in Mittelschulen oder in Fachschulen fortgesetzt werden. Die kroatische Regierung hat zum Schuljahr 2009/10 ein Zentralabitur eingeführt.

In Kroatien gibt es über 50 Partnerschulen der Bundesrepublik Deutschland. An über 40 Schulen kann das Deutsche Sprachdiplom (DSD I und/oder DSD II) erworben werden als Teil der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft/PASCH“. Außerdem kooperiert das Goethe-Institut in Kroatien mit acht weiteren PASCH-Schulen. Die Deutsche Internationale Schule in Zagreb (DISZ) besteht seit dem Jahr 2004. Sie führt vom Kindergarten bis zum Abitur, kooperiert im „Eurocampus“ eng mit der Französischen Schule Zagreb und ist fester Bestandteil der Bildungslandschaft.

Seit 2009 nimmt Kroatien am Studentenaustauschprogramm Erasmus teil. Es gibt zahlreiche Deutschlernende an Schulen und Hochschulen, an Schulen lernen nach Angaben der Bildungsbehörden ca. 165.000 Schülerinnen und Schüler Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache.

Universitäten gibt es in Zagreb sowie den größeren Städten an der Küste und im Binnenland. Daneben gibt es zahlreiche Fachhochschulen sowie private Universitäten und Colleges. Die Zahl der Studierenden liegt bei circa 160.000 (2017/18). In vielen Bereichen existieren gute internationale wissenschaftliche Kontakte. Allerdings sind die Arbeits- und Forschungsbedingung sowie die Bezahlung in westeuropäischen Ländern für Akademiker besser als in Kroatien, so dass viele kroatische Wissenschaftler im Ausland leben und forschen.

Medien

Derzeit existieren jeweils fünf überregionale und regionale Tageszeitungen sowie 50 überregionale und regionale Wochenzeitschriften in Kroatien. Neben der öffentlich-rechtlichen nationalen Rundfunk- und Fernsehanstalt (HRT) gibt es fünf private überregionale, 19 regionale und lokale Fernsehsender sowie 3 überregionale und 131 regionale und lokale private Radiosender. Digitales Fernsehen und Radio mit in- und ausländischen Programmen gehört zum kroatischen Alltag, ebenso eine Vielzahl an Nachrichtenportalen.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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