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Beziehungen zu Deutschland

17.04.2018 - Artikel

Stand: April 2018

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Kroatien sind sehr eng. Ein wichtiges Element dieser Beziehungen sind die nach Statistischem Bundesamt über 330.000 kroatischen Staatsbürger, die in Deutschland leben sowie viele Kroaten, die zeitweise in Deutschland lebten und wieder nach Kroatien zurückgekehrt sind. Zudem besuchen jedes Jahr rund 2,5 Millionen deutsche Touristen Kroatien. Auch in wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und technischer Hinsicht bestehen enge Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Wechselseitige Besuche auf politischer Ebene finden regelmäßig statt. Der kroatische Ministerpräsident Plenković war am 12. Dezember 2016 zu einem Besuch in Deutschland, ein Besuch der kroatischen Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović in Berlin erfolgte im März 2015. Bilaterale Besuche auf Ministerebene: Bundesverteidigungsministerin von der Leyen am 4. Oktober 2017 und Bundesgesundheitsminister Gröhe am 3. und 4. Juli 2017 in Zagreb. Der kroatische Außenminister Stier besuchte am 14. Dezember 2016 Berlin für politische Gespräche. Bundesaußenminister Steinmeier besuchte Kroatien am 30. April 2015, Staatsminister Roth am 16. und 17. Januar 2017. Zusätzlich gibt es zahlreiche bilaterale Kontakte bei multilateralen Treffen, z.B. in den politischen Gremien der Europäischen Union.

Die Gemischten Kommissionen Bayerns und Baden-Württembergs mit Kroatien treffen sich regelmäßig. Wechselseitige Besuche von Mitgliedern des Bundestags, von Ministerpräsidenten und Mitgliedern der Landtage bzw. von Angehörigen des kroatischen Parlaments sowie regelmäßige Kontakte von Fachbeamten, Unternehmensvertretern, Wissenschaftlern, Studenten und interessierten Bürgern führen zu einem regen Austausch auf allen Ebenen. Mit deutscher Hilfe wurden in der Vergangenheit auch humanitäre Maßnahmen durchgeführt: dazu zählen die Reparatur kriegszerstörter Häuser, der Wiederaufbau und die Modernisierung der Infrastruktur sowie die Räumung von Minen.

Wirtschaftsbeziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind ausgesprochen eng: Deutschland ist Kroatiens größter Handelspartner, gefolgt von Italien, Slowenien und Österreich; bei den ausländischen Direktinvestitionen nimmt Deutschland nach den Niederlanden, Österreich und Italien den vierten Platz ein. Neben größeren deutschen Investitionen u.a. durch DAX-Konzerne haben zahlreiche mittelständische deutsche Unternehmen Tochterfirmen in Kroatien gegründet. Deutsche Urlauber stellen mit über 2,5 Millionen Touristen  das zahlenmäßig größte Kontingent an Besuchern Kroatiens.

Ein Abkommen über den gegenseitigen Schutz von Investitionen trat im August 2000 in Kraft, ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung im Dezember 2006.

Seit 2003 ist in Kroatien eine Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer mit ca. 400 registrierten Unternehmen tätig. Germany Trade and Invest ist mit einem Büro ebenfalls in Zagreb vertreten.

Kulturelle Beziehungen

Grundlage der bilateralen kulturellen Kooperation ist das deutsch-kroatische Kulturabkommen vom 26. August 1994, das seit dem 23. Januar 1998 in Kraft ist. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind die Mobilitätsförderung im Bereich der Wissenschaft und der Hochschulen sowie der Erhalt bzw. weitere Ausbau der starken Stellung der deutschen Sprache im kroatischen Bildungswesen (fast 30 Prozent aller kroatischen Schüler lernen Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache). In Kroatien sind das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA-Koordinator für das Deutsche Sprachdiplom und acht weitere Programmlehrer an kroatischen Gymnasien) tätig. Die Deutsche Internationale Schule in Zagreb (DISZ) besteht seit dem Jahr 2004. Sie führt vom Kindergarten bis zum Abitur und kooperiert als „Eurocampus“ eng mit der Französischen Schule Zagreb.

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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